Schlanke Holzdecken für Erweiterungsbauten

Nach zwei Jahren Bauzeit konnte die Schweizer Stiftung für Taubblinde namens „Tanne“ in Langnau am Albis im Zürcher Umland im April 2019 ihre Erweiterungsbauten beziehen. Die bestehende Anlage aus den 1990er Jahren wurde vom Basler Büro Scheibler & Villard umgebaut und um zwei neue Baukörper ergänzt: einen Wohnbau (WG2) und ein Schul- und Betriebsgebäude (SBG). Sie ähneln einander in ihrer Geometrie und Grundfläche sowie der Anordnung der Räume um einen zentralen Erschliessungskern. Sie unterscheiden sich jedoch klar in ihrer Nutzung. So umfasst der Wohnbau 24 Zimmer, eine Kindertagesstätte, Räume für eine integrative Tagesstruktur und die betriebsinterne Wäscherei. Das zweite Haus für Schule und Betrieb dagegen ist das öffentlichere von beiden.

Weit gespannte LIGNATUR-Deckenelemente

Die zwei etwa 9,75 m hohen Dreigeschosser sind über eine Tiefgarage miteinander verbunden. Sowohl die Tiefgarage als auch die Treppenhäuser samt der an sie anschliessenden Decken der umlaufenden Flure mit kleinen Aufenthaltsflächen zu den Fassaden hin sind aus Stahlbeton ausgeführt. Diese zahnradartigen Betonstrukturen mit zwei bzw. vier Armen bilden den aussteifenden Gebäudekern. In die Bereiche zwischen den Armen sind dreigeschossige Holztragwerke eingestellt. Sie bestehen aus Brettschichtholz-Stützen und -Trägern in Kombination mit Holzrahmenbau-Elementen sowie bis zu 6,30 m weit gespannten Holzdecken-Elementen von Lignatur mit Europäischer Zulassung (ETA-11/0137). Zur Stabilisierung lehnen sie sich jeweils an den Betonkern an.

Den Neubau erfühlen

Aufgrund ihrer hohen Tragfähigkeit konnten die LIGNATUR-Elemente mit nur 240 mm Deckenstärke extrem schlank ausgeführt werden. In Kombination mit einer Sprinkleranlage war es ausserdem möglich, auf eine aufwändige Kapselung der Holzbauteile zu verzichten und dennoch die erhöhten Anforderungen an den Brandschutz von REI30 für die Bereiche Wohnen und Schule zu erfüllen.

Für eine optimale Raumakustik, sprich eine reduzierte Nachhallzeit und eine verbesserte Sprachverständlichkeit, sorgt ausserdem die Profilierung der Deckenunterseiten von LIGNATUR-silence-12-Elementen mit dem Akustik Typ 9.1. Gleichzeitig schaffen die sichtbaren Holzoberflächen eine wohnliche Atmosphäre – eines der wichtigsten Ziele. Denn gerade Holz ermöglicht es Taubblinden, die Neubauten trotz ihrer Beeinträchtigungen wahrzunehmen und sie quasi über die verbleibenden Sinne zu erfühlen.

... zurück

Aktualisierte ETA für LIGNATUR-Elemente erteilt

Die Decken- und Dachelemente «Vorgefertigte, tragende Tafeln aus Holz und Holzwerkstoffen» werden projektspezifisch gefertigt – sei es für Neubau (LFE-Elemente) oder Sanierung (LKE-Elemente) –, und werden je nach Anforderungen des Brand-, Schall- und Wärmeschutzes entsprechend modifiziert. Damit lassen sich Feuerwiderstandsklassen bis REI90 und Schallschutzwerte Rw bis 74 dB bzw. Ln,w bis 42 dB erreichen. Zur Verbesserung der raumakustischen Eigenschaften kann die untere Beplankung ausserdem gelocht oder geschlitzt und mit hochwertigen, geprüften Absorbern bis Schallabsorberklasse A kombiniert werden. Wie das im Detail aussieht und wie die Elemente bemessen werden, ist in der aktualisierten ETA-11/0137 wie in der Vorgängerversion geregelt. Die neue Grundlage dafür bildet das Europäische Bewertungsdokument EAD, das die vorhergehende ETAG abgelöst hat. Entsprechend ist die LIGNATUR-ETA nach neuesten Auflagen aktualisiert worden.

Neu in ETA: Brandabschottungen für Einzel- und Kombischotts

Diese ETA regelt nun auch die Vorbereitung bei Deckendurchbrüchen für gebäudetechnische Installationen. Lignatur und Hilti haben hierfür zusammen praxistaugliche Lösungen zur Brandabschottung von Einzel- und Sammeldurchbrüchen entwickelt. Dabei lassen sich die Brandschutzprodukte von Hilti mit zugehörigen ETAs schnell, einfach und sauber in die Holzelemente von Lignatur integrieren. Die eindeutige Beschreibung der Elementvorbereitung für die Brandabschottungen in der neuen Lignatur ETA-11/0137 ist europaweit einzigartig. Eine Besonderheit stellt dabei die Ausführung der Durchbruchsleibungen in Holz dar.

Weiter können neu, ebenfalls in der ETA geregelt, LIGNATUR-Elemente mit eingebauten Brandschutzdosen oder bei Einzeldurchbrüchen lediglich durch den Verschluss des unteren Ringspalts einen Brandwiderstand bis zu 90 Minuten erreichen. 

Neu in ETA: Holzdecke mit Doppelboden für besten Schallschutz im Büro

Unterschiedliche, geprüfte Deckenaufbauten als Systemlösungen mit hohem Luft- und Trittschallschutz sind ebenfalls Bestandteil der aktualisierten ETA von Lignatur, darunter auch eine neue Variante: die Kombination einer LIGNATUR-Decke mit einem Doppelboden als Geschossdecke in Bürogebäuden.

zurück ...

Tragfähige Holzdecken mit starker Raumakustik

Der zweigeschossige Ergänzungsbau der Gerhard-Thielcke-Realschule in Radolfzell ist ein Gebäude aus Stahl und Holz. Dabei lieferten die Flächenelemente (LFE) von Lignatur nicht nur die tragfähige Lösung für die Geschoss- und Dachdecke, sondern auch eine optimale Raumakustik in Klassenzimmern, Fluren und Foyer.

Seit Februar 2021 ist der Erweiterungsbau der Gerhard-Thielcke-Realschule in Radolfzell fertiggestellt. Rund neun Millionen Euro hat er gekostet. Entstanden ist ein grosszügiges, lichtdurchflutetes Gebäude, das für optimale Lernbedingungen sorgen soll und das Bestandsgebäude aus den 1980er Jahren mit den seit Jahren längst überfälligen zusätzlichen Räumlichkeiten ergänzt. Der zweigeschossige Neubau ist wie das bestehende Gebäude als Stahlbeton-Skelettbau errichtet worden. Während im Erdgeschoss (EG) Physiksaal, Mediathek, Lernatelier sowie ein Spiele- und Kreativraum unterkommen, vereint das Obergeschoss (OG) unter seinem Dach sechs etwa 66 m2 großen Klassenzimmer mit Nebenräumen zur optionalen Raumerweiterung sowie einen etwa 150 m2 großer Mehrzweckraum.

Besondere Akzente

Architekt Gerhard Maier vom Konstanzer Büro bauraum arbeitete an vielen Stellen mit Sichtbeton in Kombination mit den bis zu 10,80 m weit gespannten, 360 mm hohen Holzdecken-Elementen von Lignatur mit Europäischer Zulassung (ETA-11/0137), die gleichzeitig für eine optimale Raumakustik sorgen. Die spezielle Perforierung der Deckenuntersicht mit dem Akustik Typ 3 dynamisch Design, respektive dem Akustik Typ 3 verbessert die Sprachverständlichkeit erheblich. Gefragt war diese akustische Qualität aber nicht nur in den Klassenräumen, sondern auch in den Fluren und im Bereich des über zwei Geschosse reichenden Foyers. Entsprechend findet man die projektspezifisch gewählte Perforierung bei allen Decken des OGs.

Die Untersicht der Dachdecke der eingehausten Brücke, die den Neubau mit dem Bestand verbindet, erhielt ebenfalls eine Akustik-Profilierung – allerdings eine klassische, gleichmäßig gelochte.
Ergänzend zu den Holzdecken und den Sichtbetonflächen setzte Maier mit dem grünen Linoleumboden besondere Akzente.

zurück ...

Schallschutz-Systemlösungen für Geschossdecken im Bürobau

Die Lignatur AG bietet eine neuartige Systemlösung mit hohem Schallschutz für Geschossdecken in Bürobauten. Da es für Holzdecken mit Hohlbodenaufbau für diesen Einsatzbereich bislang keine guten Schallschutzwerte gab, hat sich Lignatur im vergangenen Jahr dieser Aufgabe gewidmet und in Kooperation mit Knauf eine entsprechende Deckenkombination entwickelt. 
Der Aufbau sieht Folgendes vor: Die LIGNATUR Flächenelemente (LFE) sind für den Schallschutz mit Splitt gefüllt. Die Füllhöhe hängt von den Schallschutzanforderungen ab und fällt projektspezifisch unterschiedlich aus – nach dem Motto‚ so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Auf die Holzdecke folgen eine Trittschalldämmung und Zementestrich. Zur Herstellung des Hohlbodens wird eine Trockenestrichplatte von Knauf auf Stützenfüssen aufgeständert. Gummischrot-Plättchen zwischen den Stützenfüssen und der oberen Trockenestrichplatte sorgen hier für die notwendige Schallentkopplung. Im Hohlraum dieses aufgeständerten Bodens können nun Installationen und Leitungen aller Art verlegt und bei Bedarf auch jederzeit einfach nachgerüstet werden. Beides unentbehrlich in Bürobauten.

Den Hohlraum effizient nutzen

Um herauszufinden, welchen Schallschutz die neue Systemlösung liefert, hat die Lignatur AG im Frühjahr 2020 eine Schallschutzmessung am ift in Rosenheim durchführen lassen, und zwar für diesen speziellen Deckenaufbau: Auf 20 cm hohe Standard LIGNATUR Flächenelemente (LFE 200) mit integrierter Splittschüttung (50 kg/m2) folgen 4 cm Trittschalldämmung (Isover Akustik EP 1), 5 cm Zementestrich und ein Hohlboden des Typs „GIFAfloor“, dessen 3,2 cm dicke Trockenestrichplatte auf 10 cm hohen Stützenfüssen aufgeständert wird. Ziel der Schallschutzprüfung war auch, eine allgemein gültige Bestätigung für die Tauglichkeit des rund 42 cm starken Deckenpakets für Bürobauten zu erhalten. Dabei erreichte der Aufbau beste Schallschutzwerte: das bewertete Luftschalldämm-Mass Rw lag bei 74,3 dB, der bewertete Norm-Trittschallpegel Ln,w bei 42,8 dB, und das bei einem Gesamtgewicht der Decke von nur 265 kg/m2. Das dazugehörige Messprotokoll kann hier heruntergeladen werden:
 

Schallschutzprotokoll 4329

Planungstool: Konfigurator

Die Höhe der Splittfüllung in den LFEs spielt bei der Optimierung des Schallschutzes dieser Systemlösung eine ebenso grosse Rolle wie die dynamische Steifigkeit der Trittschalldämmung oder die Wahl der Estrichplatte und der Elastomere zur Schallentkopplung zwischen Stützenfuss und Hohlbodenplatte.

Der Decken-Konfigurator ermöglicht es Planern ausserdem, individuelle Systemlösungen zu simulieren. Dazu können projektspezifische Rahmendaten zu Brand-, Schall- und Wärmeschutz oder für Holzoptik, Raumakustik, spezielle Decken- und Dachaufbauten sowie Aussteifungskriterien eingegeben werden. Der Konfigurator zeigt im Bild neben der Eingabemaske dann direkt wie die Decke aussieht.

zurück ...

Lignatur: 150 Jahre Innovationskraft und mehr

In Lignatur stecken 150 Jahre Innovationskraft und mehr. Nicht weil unser Holzbau-Unternehmen schon 150 Jahre alt wäre, sondern weil das Engagement von sieben unserer Mitarbeiter einen Jubiläumsgrad erreicht hat, der in der Summe 150 Jahre Know-how vereint. Zehn, 20 oder gar 35 Jahre denken, handeln und schaffen sie für und mit Lignatur. Sie tun es nicht seriell, sondern parallel. Das trägt uns als Team und macht unsere Produkte tragfähig.
Die Lignatur-Mitarbeiter tauschen ihr Wissen und ihre Erfahrung täglich untereinander aus, um für unsere Auftraggeber optimale Holzbau-Lösungen zu entwickeln. Damit das gelingt, ergänzen das 150-Jahre-Team natürlich noch zahlreiche andere clevere Köpfe und hilfreiche Hände bei Lignatur. Gemeinsam erreichen wir ehrgeizige Ziele und behalten immer den Kundenbedarf im Auge. Ganz nach dem Credo: Eine Idee, ein Team, tausend Möglichkeiten. Und so ist Lignatur mehr als die Summe seiner Teamplayer.

Unsere Jubilare

Unsere Vision besteht darin, tragende Lösungen aus Holz für alle Ansprüche zu schaffen. Dabei liegt es uns am Herzen, den nachwachsenden Rohstoff ressourceneffizient und damit sparsam einzusetzen. Und da wir wissen, dass sich selbst das innovativste Produkt noch verbessern lässt, arbeiten unsere Ingenieurinnen und Ingenieure stetig an deren Optimierung. Auf diesem Weg hat Lignatur – sagen wir es plakativ – schon über mehr als 150 Jahre hinweg viele Innovationen auf den Weg gebracht.

zurück ...

Bürobau Remund

Wie sieht gelungene Corporate Identity für ein Holzbauunternehmen aus? Indem man ein Firmengebäude plant, das innen wie außen pure Holzbaukompetenz verkörpert und für einen zeitgemäßen Umgang mit dem traditionsreichen Baustoff steht. Der Büroneubau der Remund Holzbau AG verkörpert diese Werte auf ganzer Linie. Für einen guten Schallschutz und ein ungestörtes Arbeiten im Gebäude setzte der Bauherr auf LIGNATUR-Deckenelemente vom Typ silence 12. 
Für ihren eigenen Büroneubau ließen sich die Holzbauspezialisten der Remund Holzbau AG von rollimarchini Architekten ein vierstöckiges Gebäude planen – natürlich aus Holz. Das neue Firmengebäude mit seiner streng gerasterten Fassade bietet Platz für Büros, Lager und den Küchen-Showroom. 

Der langgestreckte Baukörper schließt mit der Rückseite an einen Bestandsbau an und öffnet sich mit der Schmalseite zur Straße. Über einem Sockelgeschoss mit Lagerräumen erheben sich drei Büroetagen mit je ca. 300 m². Auch in der Fassadengestaltung ist das Raumprogramm ablesbar: Während das Lagergeschoss mit einer vertikalen Lattung verkleidet ist, wurden die Obergeschosse im gleichen Farbton mit einer flächigen Holzschalung versehen. Der Holzbau ist als Elementständerwerk konstruiert, wobei die gesamte Konstruktion in der Feuerwiderstandsklasse REI60 ausgeführt wurde.
Die Gebäudestabilisierung funktioniert einerseits über den aus Brettsperrholzplatten erstellten und brandschutztechnisch gekapselten Erschließungskern. Andererseits bilden die durch Schubstahl verbundenen LIGNATUR-Deckenelemente schubsteife Deckenscheiben. Die horizontalen Lasten nehmen die Außenwände und eine unsichtbar in der Giebelseite integrierte Fachwerkaussteifung auf. Die Wandelemente für die Außenwände wurden im Werk vorgefertigt, ebenso wie die LIGNATUR-Deckenelemente, und von sechs Mitarbeitern innerhalb von sechs Arbeitstagen aufgerichtet. Der Ausbau dauerte dann noch weitere fünf Monate. 

Gebaute Holzbaukompetenz

In Sachen Schallschutz vertraute Matthias Remund, Geschäftsführer bei der Zimmerei Remund Holzbau AG, auf LIGNATUR-Flächenelemente in der Ausführung silence 12. Die hochschalldämmenden Deckenelemente sind mit patentierten Tilgern ausgestattet, die Körperschallschwingungen und Gehgeräusche minimieren. Für eine optimale Raumakustik und gute Sprachverständlichkeit in den Büroräumen sorgen zudem Akustikfräsungen auf der Unterseite der Elemente sowie in die Deckenkonstruktion eingelegte Absorberplatten – entsprechend dem Aufbau der LIGNATUR-Flächenelemente des Akustiktyp 9.1. Schallschutztechnisch können es die Holzdeckenelemente von Lignatur durchaus mit herkömmlichen Betondecken aufnehmen, das können wir in unserem Büro jeden Tag bestätigen,“ gibt der Bauherr seine Zufriedenheit und die seiner Mitarbeiter zum Ausdruck.

zurück ...

Systemlösung für Brandabschottungen im Holzbau

Vor über zwanzig Jahren präsentierte Lignatur die erste geprüfte Holzdecke mit Brandwiderstand REI90. Dass Brandabschottungen für den Holzbau bis heute wenig entwickelt sind –  meist  kommen Lösungen aus dem Massivbau zum Einsatz – überrascht unter diesem Blickwinkel. Das ist nun Vergangenheit: Lignatur und Hilti stellen praxisgerechte Brandschutz-Lösungen für Deckendurchführungen im Holzbau vor. 

Waldstatt/Schweiz, Februar 2020. Seit vielen Jahren erlebt der Werkstoff Holz eine Renaissance im mehrgeschossigen Wohn- und Gewerbebau – doch für das Abschotten von Deckendurchbrüchen für gebäudetechnische Installationen gibt es bislang keine Standards. Meist werden Abschottungen verwendet, die im Massivbau zugelassen sind. Dafür müssen die Durchbrüche mit Gips verkleidet oder mit Beton ausgegossen werden. Die Folge sind ein hoher Zeitaufwand bei zugleich hoher Schmutz- und Feuchtigkeitsbelastung – sowohl bei Neubauten als auch bei Aufstockungen und Sanierungen.

Lignatur, der Schweizer Spezialist für Decken-und Dachsysteme aus Holz, präsentiert nun gemeinsam mit den Brandschutzexperten von Hilti Lösungen, die praxistauglich sind. Die speziellen Brandabschottungen lassen sich schnell, einfach und sauber ohne zusätzlichen Aufwand in Holz-Elemente von Lignatur integrieren. Sämtliche Deckendurchführungen erreichen so die geforderte Feuerwiderstandsklasse. Sammel- und Einzeldurchbrüche können bequem mit den Brandschutzprodukten abgeschottet werden. 

Große Steigschächte mit Heizungs-, Wasser- und Abwasserleitungen sowie Elektroinstallationen werden mit dem Hilti Brandschutzstein verschlossen. Dazu wird der Brandschutzstein auf der Baustelle in einen im Werk vorgefertigten Standard- oder Maß-Deckendurchbruch des LIGNATUR-Elements eingepasst – lediglich die Leitungsdurchführungen im Brandschutzstein müssen noch ausgeschnitten werden. Spalten werden abschließend mit Brandschutzfüllmasse abgedichtet. Einzeldurchbrüche in LIGNATUR-Elementen lassen sich ebenso einfach und kostengünstig mit Hilti-Produkten brandschutztechnisch ertüchtigen – auch wenn die Durchbrüche auf der Baustelle ausgeschnitten werden.

Praxisorientierte Systeme

Zur Abschottung von Elektrokabeln und Kabelbündeln stellt Hilti Brandschutzhülsen oder Brandschutzkabelmanschetten bereit, die sauber und trocken in der Vorfertigung oder auf der Baustelle verbaut werden können. Heizungs- und Trinkwasserleitungen können in Abhängigkeit der Rohrisolierung mit Brandschutzdichtmassen oder -bandagen abgeschottet werden. Abwasserleitungen aus Kunststoff benötigen eine Brandschutzmanschette. Lüftungsleitungen aus Wickelfalzrohr erreichen mit Brandschutzbandagen die geforderte Feuerwiderstandsklasse. Die Brandschutzprodukte für Einzeldurchbrüche eignen sich neben Deckendurchführungen in Neubauten auch sehr gut für Nachbelegungen bei Änderungen oder Ergänzungen der Gebäudetechnik.
Lignatur hat über 20 Jahre Erfahrung mit Brandschutzanforderungen bei Decken- und Dachelementen aus Holz. Gemeinsam mit Hilti beschreitet das Schweizer Unternehmen neue Wege in punkto Brandabschottungen bei Holzdecken.

zurück ...

Krankenschwesternschule Ettelbrück

Plusenergie-Gebäude aus Holz macht Schule 
Als Plusenergie-Gebäude hat das Lycée technique pour professions de santé in Luxemburg eine Vorbildfunktion im Schulbau – dank nachhaltiger Planung und Konstruktionsweise erzeugt die Krankenschwesternschule mehr Energie, als sie verbraucht. Hinzu kommt, dass die Schule nahezu komplett in Holzbauweise errichtet wurde. Als Geschosstrenndecken und Dachabschluss kamen Holzdeckenelemente von Lignatur zum Einsatz.

Die Gemeinde Ettelbrück bildet mit knapp 9000 Einwohnern eines von drei Zentren in Luxemburg. Mit der eröffneten Krankenschwesternschule, dem Lycée technique pour professions de santé, wurde nicht nur ein neues Bildungszentrum in der Stadt geschaffen, das Gebäude dient auch als ökonomisches und ökologisches Leuchtturmobjekt der Region. 

Baustoff Holz

Fabeck Architectes planten das neue Schulgebäude nahezu ausschließlich aus Holz, lediglich die aussteifenden Treppenhäuser sind in Stahlbeton errichtet. Der Baustoff Holz überzeugte Bauherr und Architekten aufgrund seiner positiven Eigenschaften in Bezug auf Raumklima, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit sowie seiner natürlichen Optik. Unter Lifecycle-Gesichtspunkten wie Herstellung, Lagerung, Transport und Entsorgung ist der natürliche Baustoff beinahe unschlagbar und bietet großen Freiraum bei der Planung: Mit einer leichten Stützen-Träger-Konstruktion aus Holz lassen sich relativ einfach flexible Grundrisse gestalten.
Das Gebäude in Ettelbrück wurde für 430 Schüler konzipiert. 27 Klassenzimmer, davon 6 klinische Unterrichtsräume und ein 200 Quadratmeter großer Mehrzweckraum bieten Lehrern und Schülern ein modernes Unterrichtsumfeld. Das integrale Planungskonzept vereint einen funktionalen Grundriss mit ökologischen Bau-stoffen und minimalistischer sowie funktionaler Gebäudetechnik. Um den Energieverbrauch der Schule zu reduzieren, wurde der Baukörper so geplant, dass das Tageslicht tief ins Gebäude einfallen kann. Das verleiht auch der zentral gelegenen Flur- und Kommunikationszone eine angenehme Aufenthaltsqualität. Natürlich belüftet kommt die Schule ohne eine maschinelle Klimatisierung aus, was den Energiebedarf ebenfalls reduziert. Unnötige Transmissions-Wärmeverluste verhindern die sehr gute Dämmung der Außenhülle sowie die kompakte Bauweise.

Energieerzeugung über Verbrauch

Als Dacheindeckung dienen Photovoltaik-Module, die Südwest- und die Westfassade sind mit Solarthermie-Paneelen verkleidet. Die Paneele speisen ihre Energie in einen 100 Kubikmeter großen Pufferspeicher im Haupttreppenhaus ein. Die so gewonnene Wärme gelangt über Ventilator-Konvektoren in die Nutzräume. Per Photovoltaik und Solarthermie erzeugt das viergeschossige Gebäude damit mehr Energie, als es verbraucht und erfüllt so die Anforderungen des Schweizer Baustandards Minergie-P-Eco. Weitere Kriterien für das Umweltzertifikat sind: Es verbietet den Einsatz gesundheitsschädlicher Baustoffe und fordert hohen Schallschutz sowie ein ausgezeichnetes Innenraumklima bei möglichst geringem Einsatz grauer Energie. Folgerichtig bestehen auch die Tragstruktur der Innenwände und die Deckenelemente des Gebäudes aus Holz.

Die Geschosstrenndecken und den Dachabschluss planten die Architekten mit LIGNATUR-Holzdeckenelementen. Insgesamt überspannen 4080 Quadratmeter tragende Holzelemente stützenfrei bis zu 7,80 Meter die Decken der drei Etagen. Hinzu kommen weitere 1300 Quadratmeter Dachfläche. Die Einfeldträger haben eine Bauhöhe von 360 Millimeter, LIGNATUR-Schubstähle ertüchtigen die Elemente zur statischen Scheibe. Damit sind sie zentraler Teil der Statik und verringern den Betonanteil im Gebäude maßgeblich. Auch ihr Brandwiderstand der Brandschutzholzdecke entspricht dem geforderten Wert.

Ästhetisch und multifunktional

Für eine optimale Raumakustik wurden in den Klassenräumen und den Fluren LIGNATUR-Holz Akustikdecken des Akustik Typs 3.1 gewählt. Sie sind auf der Untersicht mit einer Streifenlochung im Raster 40/40 Millimeter versehen, die Lochdurchmesser betragen 20 Millimeter. Damit wird ein Schallabsorptionsgrad von αw = 0,75 erreicht. Die Oberflächen sind zur Rauminnenseite schon ab Werk in Sichtqualität ausgeführt und mit einem Lichtschutz versehen. Dadurch behalten die Holzakustikdecken langfristig ihren hellen Farbton, der dem Schulgebäude im Innenraum besondere Optik verleiht.

Die multifunktionalen LIGNATUR-Holzdeckenelemente wurden komplett vorgefertigt auf die Baustelle geliefert; nicht zuletzt deshalb boten sie die kostengünstigste Deckenlösung für das Gebäude. Dass ihre technische und ökologische Qualität perfekt zum nachhaltigen Planungs- und Nutzungsansatz des Schulgebäudes passt, war ein weiteres überzeugendes Argument für ihren Einsatz.

zurück ...

Hallenbad Riedlingen

Vielerorts werden Hallenbäder geschlossen. Ihre hohen Betriebs- und Investitionskosten überfordern die Kommunen. Im schwäbischen Riedlingen fand man eine kluge Lösung – dort teilen sich mehrere Orte ein neues Hallenbad. Der Neubau überzeugt mit klarer Architektur, hoher Funktionalität und innovativen Deckenelementen von Lignatur.

Viele Gemeinden sehen sich gezwungen, ihre Hallenbäder aus den 1960er und 70er Jahre zu schließen. Der Grund ist: Die Gemeinden können sich die mangelhafte Energieeffizienz der Bäder und die hohen Sanierungskosten nicht mehr leisten. Neue Lösungsansätze sind hier gefragt. Einen interessanten Weg zeigt das neue Hallenbad der Gemeinde Riedlingen auf der Schwäbischen Alb. Im Rahmen eines interkommunalen Projektes mit umliegenden Gemeinden und dem Landkreis konnten die Kosten für den Neubau auf mehreren Schultern verteilt werden. Das Bad wird von Schulen und Vereinen genutzt, steht aber auch der Öffentlichkeit offen.

Schlichte Klarheit

Das neue Schwimmbad wurde in nordöstlicher Richtung in den Hang des Grundstücks eingebettet. Die Erschließung erfolgt von Südwesten sowie vom tiefer liegenden Besucherparkplatz im Nordosten. Als Fassadenmaterial wählten die Architekten Glas und Aluminiumblech, dessen markante Farbgebung dem Bad von außen eine starke Präsenz verleiht: Je nach Lichteinfall und Wetter schimmert die Metallverkleidung in unterschiedlichen Rot- und Orange-Tönen. Tragende Innen- und Außenwände im Unter- und Erdgeschoss bestehen aus Stahlbeton, nicht tragende Innenwände wurden betoniert. Im Erdgeschoss spannt ein sichtbares Stahltragwerk mit 18 Meter Länge über die gesamte Gebäudebreite. Darüber bilden vorgefertigte, tragfähige LIGNATUR-Flächenelemente aus Holz den oberen Gebäudeabschluss. Sie wurden mit einem Stehfalzblech eingedeckt. Während sich das Schwimmbad zur Straßenfront mit raumhohen Glasfassaden öffnet, ist die Badehalle stirnseitig nur im unteren Bereich verglast. Darüber schließt innen eine gelochte Holzverkleidung aus weiß lasierten Dreischichtplatten an.

Innovative Deckenkonstruktion

Die LIGNATUR-Flächenelemente der Deckenkonstruktion spannen über fünf Meter und liegen auf Doppel-T-Trägern aus Stahl auf. Mit nur 160 Millimeter Bauhöhe fangen sie problemlos sämtliche statisch geforderten Lasten ab. Ihre gleichmäßige Struktur und helle Optik prägt durchgängig das Deckenbild im Bad und schafft eine angenehm ruhige Atmosphäre. Um eine möglichst hohe Oberflächenqualität zu erreichen, wurden im Holz verwachsene Äste mit einer speziellen Astleimtechnik fixiert; so brechen sie beim Hobeln nicht aus. Besonders weiß lasierte Holzflächen, wie sie in Riedlingen zum Einsatz kamen, gewinnen mit dieser Technik deutlich an optischer Qualität. Für eine optimale Raumakustik wählten Architekt und Bauphysiker LIGNATUR-Flächenelemente des Akustik Typs 5. Sie sind auf der Untersicht im Raster 40/40 Millimeter vollflächig gelocht, die Lochdurchmesser betragen 15 Millimeter. Damit wird ein Schallabsorptionsgrad von αw = 0,65 erreicht. Um die Deckenkonstruktion nach der Montage zügig wetterfest zu bekommen, wurden vorab Kanäle mit Installationslamellen in die Flächenelemente integriert. Weil die Elektroinstallationen damit nachträglich von unten erfolgen konnten, war es möglich, die Dachabdichtung sofort nach dem Verlegen der Elemente zu verschweißen. 

Natürliche Anmutung

Mit ihren guten akustischen Eigenschaften und ihrer natürlichen Anmutung eignen sich LIGNATUR-Flächenelemente ideal für Dachkonstruktionen in Schwimmbädern. Sie verleihen Räumen mit schallharten Flächen ein warmes und freundliches Ambiente und sorgen für Wohlfühlatmosphäre.

zurück ...

Mehrzweckhalle Gemeinde Le Vaud

Das Gemeindezentrum in Le Vaud ist ein Ort, der verbindet. Seine formale Gestaltung bezieht sich auf die umliegende Berglandschaft, im Innenraum schafft der Werkstoff Holz ein helles und freundliches Ambiente – mit Decken von Lignatur als tragendem und akustisch wirksamen Element.

Die neue Mehrzweckhalle der Gemeinde Le Vaud unweit des Genfer Sees ist identitätsstiftend und vielseitig: Hier begegnen sich die Dorfbewohner auch der umliegenden Gemeinden bei sportlichen Aktivitäten, Veranstaltungen oder Feiern, und auch im schulischen Kontext wird die Halle genutzt. Bis ins Detail haben die Schweizer Architekten Localarchitecture das Gebäude gestalterisch durchkomponiert. Von außen greift die ausdrucksstarke Kubatur mit schrägen und gezackten Elementen und dunkler Metallverkleidung die Gipfel der nahe liegenden Berglandschaft auf. 

Zickzack

Im Innenraum ist das Gebäude aufgrund der Vorgaben für Sport- und Versammlungsstätten funktional organisiert, die atmosphärische Wirkung ist beeindruckend. Von allen Seiten fällt Tageslicht ins Gebäude und der konsequente Einsatz des Werkstoffes Holz verleiht dem Innenraum natürlichen Charakter. Die 500 m² Dachfläche für die Halle wurden mit 280 mm hohen, vorgefertigten LIGNATUR-Flächenelementen des Akustik Typ 8 realisiert. Aufgrund ihrer guten statischen Eigenschaften ermöglichen sie bis zu 8,40 m Spannweite und können – in Sichtqualität ausgeführt – unverkleidet im Raum wirken.

Ausgezeichnete Raumakustik

Weitere 200 m² Flächenelemente desselben Typs kamen auch beim Dachtragwerk im Nebenschiff zum Einsatz, allerdings mit einer Bauhöhe von 140 mm. Die Spannweiten betragen hier maximal 3,60 m. Sämtliche Flächenelemente wurden im Werk mit einem Lichtschutz behandelt, um die helle und freundliche Optik langfristig zu erhalten. Hinzu kommt: 
Neben ihrer natürlichen Anmutung und der hohen Tragfähigkeit sorgen die LIGNATUR-Flächenelemente für eine ausgezeichnete Akustik in den Räumen und schaffen damit eine hohe Aufenthaltsqualität im neuen Gemeindezentrum.

Die hohe gestalterische Qualität der Holzarchitektur hat auch die Jury des International Wood Award 2019 überzeugt: Im April 2019 wurde das Gemeindezentrum auf dem Forum Bois Construction in Paris mit dem internationalen Holzbaupreis ausgezeichnet

zurück ...

Aufstockung Hotel Oberjoch

Hotelerweiterungen sind eine Herausforderung in punkto Planung und Ausführung. Meist soll es schnell gehen, noch dazu bei laufendem Betrieb – und auch Bauphysik und optische Anmutung müssen stimmen. Eine Hotelaufstockung im Allgäu zeigt eindrucksvoll, wie LIGNATUR-Flächenelemente aus Holz die Wünsche von Betreiber und Planer spielend erfüllen.

Das Allgäu ist eine der aufstrebendsten Urlaubsregionen Deutschlands und ein ideales Urlaubsziel für die ganze Familie. Das Kinderhotel Oberjoch hat sich voll und ganz auf Eltern mit Kindern spezialisiert und beherbergt in 138 Suiten bis zu 550 Gäste. Um deren Ansprüchen nach Indoor-Sportmöglichkeiten gerecht zu werden, wurde das Haus um einen großzügigen Fitnessraum erweitert. Mit 200 Quadratmetern Nutzfläche und raumhohen, nach Süden ausgerichteten Fensterflächen bietet das 2018 eröffnete „Athleticum“ eine besondere Atmosphäre für Sport und Fitnessaktivitäten.

Aufgestockt mit Holz

Architekt Martin Zint plante die Erweiterung als Aufstockung über einem bestehenden Walmdach. Die Wände des Kubus sind in Holzständerbauweise und teilweise als Glasfassade ausgeführt. Auch die Decke über dem Bestand und das Dach des Fitnessraums bestehen aus Holz. Dafür gab es schlagende Argumente: Um den Hotelbetrieb möglichst wenig zu stören, sollte die Bauzeit kurz sein. Hinzu kam die Notwendigkeit einer leichten Konstruktion, um die Statik des Bestandsgebäudes nicht zu gefährden. Apropos Statik: Weil der neue Fitness-Kubus ein maximal großzügiges Raumgefühl bieten sollte, musste die Dachkonstruktion von Wand zu Wand stützenfrei 10,6 Meter weit spannen. Auch die Schneelast war eine Herausforderung. Oberjoch liegt auf 1136 Meter Seehöhe am Oberjochpass. Aufgrund der Höhenlage schneit es dort häufig recht ausgiebig. Die Dachkonstruktion muss deshalb eine maximale Schneelast von 700 Kilogramm pro Quadratmeter bewältigen können.

Anspruchsvolle Bauphysik

Vorgefertigte Flächenelemente für Decke und Dach mit den geforderten Eigenschaften konnte nur der Schweizer Herstellers Lignatur liefern. Auch hatten sich die LIGNATUR-Elemente bereits bei einer Baumaßnahme für den Restaurantbereich im Hotel Oberjoch im Jahr 2013 bewährt. Neben der nötigen Statik erfüllen die Elemente auch den geforderten Brandwiderstand von REI 90 für die Decke und REI 30 für das Dach. Zudem sind die Oberflächen an der Rauminnenseite schon ab Werk in Sichtqualität ausgeführt und mit einem Lichtschutz versehen, so behalten die gehobelten Elemente langfristig ihren hellen Farbton mit ästhetischer Anmutung. Für einen optimalen akustischen Komfort ist die Untersicht der Elemente des LIGNATUR Akustik Typ 8 in dynamischem Design ausgeführt. Dabei wurde die Schlitzung bewusst als Gestaltungselement eingesetzt: Indem die dynamisch angeordnete Perforation von hinten nach vorne schrittweise abnimmt, wirkt der Raum zur Verglasung hin leichter. Der nahtlose Anschluss der Deckenelemente an die raumhohe Verglasung unterstreicht den fließenden Übergang und ermöglicht den Nutzern des Athleticums einen völlig störungsfreien Panoramablick auf die umliegende Bergwelt.

Schnelle Montage

Ab Werk enthielten alle Flächenelemente sämtliche Wärme- und Fugendämmungen und Luftdichtungsbänder. Auch Ausfräsungen für Elektroinstallationen, Beleuchtungskörper und Klimageräte waren schon bei ihrer Anlieferung vorhanden. Nicht zuletzt deshalb konnte die Bauzeit drastisch verkürzt werden: Wände, Decke und Dach des neuen Fitness-Kubus standen nach vier Tagen – und die gesamte Baumaßnahme für die Aufstockung war innerhalb von vier Wochen abgeschlossen.

zurück ...

Büroaufstockung Alleva

Eine reizvolle Fassade aus strukturiertem Aluminiumblech definiert den monolithischen Charakter eines ertüchtigten Altbaus in Pétange, Luxemburg. Sein neues Dach hingegen ist aus Holz und besteht aus innovativen Deckenelementen von LIGNATUR. Sie prägen die Atmosphäre und die Raumakustik der darunter liegenden Büroräume maßgeblich.

Für einen Architekten ist die Fassade des eigenen Gebäudes ein wichtiges Aushängeschild seines Schaffens. Als Enzio Alleva die Sanierung seiner Büroräume in Angriff nahm, sollte eine attraktive Gebäudehülle die moderne Ausrichtung des Architekturbüros unterstreichen. Heute kleidet eine perforierte Hülle aus Aluminiumblech den Kreativraum und erzeugt mit unregelmäßig gebogenem Ringmuster je nach Sonnenstand unterschiedliche Lichtreflexionen. Dabei verändert sich die Anmutung des monolithischen Baukörpers im Tagesverlauf. Es entsteht ein bewegtes Erscheinungsbild mit spannungsvollen Kontrasten im Außenraum.

Büroaufstockung Alleva

Neben einer attraktiven Fassadengestaltung ging es Enzio Alleva auch darum, ein funktionales und behagliches Arbeitsumfeld für seine rund 20 Mitarbeiter zu schaffen. Dafür waren umfangreiche Umbauarbeiten im Innenraum erforderlich. Auf 520 Quadratmetern Grundfläche, die sich über zwei Etagen erstrecken, entstanden ein Großraumbüro, fünf Einzelbüros und zwei Besprechungsräume. Weiter gibt es seit dem Umbau ein Sekretariat mit Wartebereich, einen Aufenthaltsraum, einen Server- und Technikraum, eine Garage sowie in Erd- und Obergeschoss einen überdachten Außenbereich. Vor dem Eingangsbereich wurde eine neue Terrasse angelegt, ansonsten blieb die Grundfläche des Bestandsgebäudes erhalten. Expressive Wandmalereien prägen den freundlichen und farbenfrohen Innenraum, avantgardistische Möbel und Sitzgelegenheiten ergänzen das moderne Gestaltungskonzept. 

Innovatives Holzdach

Zu Beginn der Sanierungs- und Umbauarbeiten wurde die Kernstruktur des Gebäudes verstärkt. Um die Räumlichkeiten für die neue Nutzung fit zu machen, bekamen die Innenwände eine Verkleidung in Trockenbauweise, die Außenwände erhielten ein mit einer Einblasdämmung verfülltes Gefache aus Dämmständern. Das 250 Quadratmeter große Bestandsdach wurde abgebrochen und mit multifunktionalen Flächenelementen des Schweizer Herstellers Lignatur ersetzt. Bemerkenswert dabei ist: Bei dem Bürogebäude kamen ganz unterschiedliche Varianten der Flächenelemente zum Einsatz. Da die Räumlichkeiten während der Umbau- und Erweiterungsarbeiten funktionstüchtig bleiben mussten, wurde der Gebäudekomplex in einzelnen Bauabschnitten über mehrere Jahre hinweg realisiert. Dabei suchte Architekt Enzio Alleva bei jeder Etappe den intensiven Austausch mit Lignatur, um für die jeweilige Anforderung eine optimale Lösung zu entwickeln.

Dynamische Perforation

So überspannen im Hauptgebäude die Einfeldträger aus Holz mit 320 Millimeter Bauhöhe bis zu neun Meter. Eine dynamische Perforation auf der Unterseite der Elemente optimiert die Raumakustik und ist zugleich gestalterisches Element. Im ersten Bauabschnitt kamen rund 140 Quadratmeter LIGNATUR-Flächenelemente mit drei integrierten Oberlichtern und Akustikstreifenlochung zum Einsatz. Beim zweiten Bauabschnitt mit rund 70 Quadratmetern entschied sich Alleva für Flächenelemente ohne Akustikperforation, für die rund 40 Quadratmeter Deckenfläche im dritten Bauabschnitt wählte er eine Akustikperforation in dynamischem Design. Die Elemente wirken als statische Dachscheibe, sind in Sichtqualität ausgeführt und mit einem Lichtschutz versehen. Ihre natürliche Anmutung verleiht den Räumen eine warme und behagliche Atmosphäre. Darüber schließen eine Isolierung, die Dachabdichtung und eine Kiesschüttung das Dach nach außen ab. Bei der Anlieferung enthielten die LIGNATUR-Deckenelemente bereits sämtliche Kanäle für die Elektroinstallation und in Teilbereichen integrierte Oberlichter. Aufgrund dieses hohen Vorfertigungsgrads, konnte die neue tragende Dachstruktur innerhalb von zwei Tagen verlegt werden – nahezu ein Wimpernschlag im Vergleich zur gesamten Bauzeit, die sich über einen Zeitraum von vier Jahren erstreckte.

zurück ...

Schulhaus Nottwil

Ein eleganter Kubus erweitert die Dorfschulanlage Nottwils im Schweizer Kanton Luzern. Mit seiner schlanken und klar strukturierten Anmutung passt sich das Schulgebäude in Form und Materialität elegant in die Topographie des Surentals ein. Denn was von außen bereits ablesbar ist, setzt sich auch im Innenraum fort: Das gesamte Gebäude besteht aus Holz. Selbst das Tragwerk wurde mit heimischem Brettschichtholz in Montagebauweise er-richtet. Die Schweizer Architekten Graber & Steiger legten Wert auf ein schlichtes räumliches Konzept, das sich an den pädagogischen Vorgaben der Auftraggeber orientiert und gleichzeitig zu-künftigen Erweiterungen größtmöglichen Spielraum lässt. Die einfache Raumstruktur der Schule erlaubt eine äußerst flexible Nutzung der Flächen. Zudem kann das dreigeschossige, 50 Meter lange, 15 Meter breite und 14 Meter hohe Gebäude auf einfache Weise mit einem Anbau erweitert werden.

Ganz aus Holz

Momentan beherbergt das Schulgebäude sechs Klassenzimmer für die Primarschule, ein Lehrerzimmer sowie zwei Kindergärten. Den Innenraum dominieren strapazierfähige Linoleumböden und eine Innnenwandverkleidung mit Dreischichtplatten aus Fichten- und Tannenholz. Als markantes optisches Gestaltungselement zeigt sich nach außen hin eine zweifach behandelte Fassadenverschalung aus Weißtanne. Ihre hervorstehenden Lisenen strukturieren den Baukörper und verleihen dem Schulgebäude eine elegante Anmutung. Über zwei Zugangsstege aus Lärchenholz ist der Neubau mit dem bestehenden Schulhausareal verbunden. 

Innovativer Deckenaufbau

Für die Geschossdecken und den Dachabschluss wählten die Architekten Flächenelemente des Schweizer Herstellers Lignatur. Ihre breiten bauphysikalischen Eigenschaften entsprechen in je-der Hinsicht den Anforderungen an moderne Schulbauten. So beträgt der Brandwiderstand der Holzelemente REI60, für einen optimalen Schallschutz wurden sie als LIGNATUR silence12-Elemente mit Tieftontilgern aufgebaut. Der darüber liegende Bodenaufbau mit 60 Millimeter Splittschüttung, einer 30 Millimeter starken Trittschalldämmung und 80 Millimeter Zementestrich verbessert zusätzlich die schalldämmenden Eigenschaften. Um die Raumakustik zu optimieren, ist die Untersicht der Holzelemente des Akustik Typs 9.1 mit einer Streifenschlitzung und hinterlegten Absorberplatten versehen. Mit ihrer natürlichen Anmutung – in Sichtqualität ausgeführt und im Werk mit einem Lichtschutz behandelt – bilden die Decken ein attraktives Gestaltungselement im Raum.

Hoher Vorfertigungsgrad

Auch die statischen Eigenschaften der LIGNATUR-Flächenelemente sprechen für sich: Mit 360 Millimeter Bauhöhe überspannen sie in den Klassenräumen acht Meter. Der hohe Vorfertigungsgrad der LIGNATUR-Bauteile im Werk garantiert eine hohe Verarbeitungsqualität und trägt darüber hinaus zu einer effizienten Baustellenabwicklung bei. So punktet das neue Schulgebäude auch unter dem Blickwinkel der Bauzeit:  Durch den wirtschaftlichen Holzsystembau konnte diese im Vergleich zu herkömmlichen Bauweisen deutlich reduziert werden.

Die Erweiterung der Schulanlage in Nottwil wurde beim Preis der Schweizer Holzwirtschaft für Holzbauten Prix Lignum mit einer Anerkennung ausgezeichnet.

zurück ...