Abschottung in brandabschnittsbildenden Bauteilen

Die Zusammenstellung rechts zeigt mögliche Abschottungsvarianten als Grundlage zur Planung. Sie ist aber keinesfalls vollständig. Im Einzelfall hat die spezifische Auslegung durch den jeweiligen Brandschutzfachplaner zu erfolgen.

Es bewährt sich, vertikale Installationen in Schächten zu führen. Werden an die Schächte und deren Installationsdurchführungen im Raum keine brandschutztechnischen Leistungsanforderungen gestellt, ist in Höhe der Deckendurchdringung der Raumabschluss mittels Anordnung eines Brandschutzschotts herzustellen.

Abgasanlagen

Massnahmen zur Behinderung der Brandentstehung durch Entzündung brennbarer Bauteile bei Abgasanlagen.

Konstruktionsbeispiel: Installationsschacht als Brandschutzelement für eine Abgasanlage im Unterdruckbetrieb

1 Anschluss Steildach
2 Anschluss Flachdach
3 Anschluss Geschossdecke
4 Anschluss Geschossdecke über Aufstellungsraum bei Verbindungsrohr
5 Anschluss Geschossdecke über Aufstellungsraum

A Aussendurchmesser Abgasanlage ohne Feuerwiderstand
B Aussenkante Brandschutzelement EI90
v Aussendurchmesser Verbindungsrohr

x2 Sicherheitsabstand ab Aussenkante bei frei geführter Abgasanlage.
Die untere Lamelle des LIGNATUR-Elements darf bis an die Abgasanlage stossen, wenn der erforderliche Abstand x2 = 50 mm oder weniger beträgt.


x3 Sicherheitsabstand ab Aussenkante bei frei geführtem Verbindungsrohr bei Temperaturklasse der Abgasanlage bis T400: x3 = 200 mm

a Brandschutzelement AESTUVER, Installationsschacht AA EI90 (nicht brennbar) von Fermacell
b Hohlraumdämmung nicht brennbar
c Betonausrollung konstruktiv ≥ 100 mm
d Brandschutzplatte dauerwärmebeständig
   d ≥ 18 mm (z.B. AESTUVER Brandschutzplatte
   d = 25 mm)
e Feuerungsaggregat