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![]() Kita Steelcase-Werndl AG, DE-83062 RosenheimEIN TRAUM IST WAHR GEWORDEN Die Geschichte der Kinderkrippe ist ein Beispiel dafür, wie eine Kommune, ein Wirtschaftsunternehmen und ein Wohlfahrtsverband gemeinsam ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen und für den Standort eintreten. Vor dem Hintergrund des immer schärfer werdenden Kampfes um junge Talente, des so oft zitierten „war of talents“, ist dieser Schulterschluss zwischen dem privaten und öffentlichen Sektor richtig und notwendig. Denn Mitarbeiter sind die wichtigste, aber auch die knappste Ressource für den Unternehmenserfolg. Die gemeinnützige Einrichtung, die von der Diakonie Rosenheim betrieben wird, bietet Platz für 24 Kinder im Alter von sechs Monaten bis zu drei Jahren und steht auch Nicht-Steelcase-Mitarbeitern offen. Leitgedanken zur ArchitekturDas Gebäude stellt eine Gegenwelt zu der eher nüchternen Zweckarchitektur der Umgebung dar – ein sich frei entwickelnder Baukörper, der wie ein solitärer Edelstein in der Wiese liegt. Die Innenräume werden durch versetzt angeordnete Schalen gebildet. Sie gewähren den Kindern einerseits Schutz und Geborgenheit, andererseits öffnen sie sich zu einem inneren Platz und lassen durch die Zwischenräume Beziehungen ins Freie zu. Die sinnliche Linienführung bildet ein räumliches Geflecht von Ruheräumen, Gruppenbereichen und dem „inneren Herz“ des Hauses. Das, was in der Architektur immer interessant ist, nämlich die Schaffung von räumlichen Übergangs- und Zwischenzonen, soll hier auf selbstverständliche Weise kindgerecht sein. Der InnenraumDie beiden Gruppenräume für jeweils 12 Kinder sowie die Umkleide- und Verwaltungszone werden durch schalenartig gekrümmte Wandscheiben geformt. Die Raumvolumina gruppieren sich spielerisch frei unter der amorph konturierten, zusammenfassenden Dachplatte. Zwischenräume nehmen weitere Funktionen auf, wie Mehrzweckraum, Büros und Spielkreis. ![]() MaterialitätEine naturnahe Ausstrahlung erhält das Gebäude vor allem durch die Verwendung des Materials Holz. Die Wandschalen sind mit Dielen bekleidet, das Holz zieht sich bis in den Innenraum hinein. Die Holzbekleidungen der massiven Innenwände sind teilweise unterbrochen, um Nischen für Garderoben, Bilder und andere schöne und praktische Dinge zu ermöglichen. Durch dieses Sichtbarmachen der Schichtung zeigt das Gebäude „wie es gemacht ist“. ![]() InnenausbauDie natürliche Materialität wird durch die Oberflächengestaltung der Räume ergänzt. Eine kräftige Einfärbung der Böden und teilweise auch der Wände erwirkt unterschiedliche Raumatmosphären. Ein grafisches „Leitsystem“ von unterschiedlichen Tiermotiven wurde entwickelt, die jedem Kind zugeordnet werden können. NachhaltigkeitBei der Auswahl der Baustoffe wurde auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit geachtet. Die technische, konstruktive sowie energetische Auslegung des Gebäudes führt unter den Aspekten Energieverbrauch, CO2-Ausstoß, Recycelbarkeit und Unterhaltskosten zu einer deutlichen Unterschreitung der zum Planungszeitpunkt gültigen Standards. ![]() Lebendiges Unternehmen – lebendiges UmfeldBei Steelcase wird der Erfolg nicht nur in Zahlen gemessen. Seit seiner Gründung ist es das Bestreben von Steelcase, die Balance zwischen wirtschaftlichem Erfolg und Verantwortung zu finden. Deshalb setzt Steelcase weltweit auf lebendige Standorte. Denn nur miteinander können sich Gesellschaft und Wirtschaft positiv entwickeln! Funktionierende Gemeinschaften geben auch für Unternehmen den Rahmen, zu wachsen, neue Wege zu gehen und neue Talente zu finden. Die Kinderkrippe ist die logische Weiterentwicklung dieser Ausrichtung: Vor allem den Frauen will Steelcase die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen, um sie damit langfristig an des Unternehmen zu binden. Durch die neue Kinderkrippe haben Mütter nun die Möglichkeit, auch mit kleinen Kindern wieder in ihren Beruf einzusteigen. Steelcase stellte für den 385 Quadratmeter grossen Neubau des Kinderkrippe „Holzwürmchen“ ein firmeneigenes Grundstück von 1500 m2 in der Gemarkung Kolbermoos zur Verfügung. ![]() Am Bau BeteiligteArchitekten Ingenieur Holzbau Fotos
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18. Mai 2012 | |